Sophie Jossi-Silverstein

Sophie Jossi-Silverstein hat in Maastricht einen Bachelor in Liberal Arts und in Utrecht einen Master in Gender Studies abgeschlossen. Während dem Studium hat sie Studienaufenthalte an der University of California, Santa Cruz und der Humboldt-Universität zu Berlin absolviert. Ihre Masterarbeit, mit dem Titel Caring Against the Family: Kinship, State and Social Reproduction (auf Englisch), hat die Krisenhaftigkeit der heteronormativen Kleinfamilie mittels einer immanenten Kritik rekonstruiert, mit einem Blick auf die (Un)Vereinbarkeit einer poststrukturalistischen und materialistischen Analyse dieser Institution. 

Ein Bild von Sophie Jossi-Silverstein.

Eigenes Forschungsprojekt

In der Arbeit mit dem vorläufigen Titel Proper(ty) Subjects: Reproductive Bioeconomies and a Critique of the Proprietary Self, untersucht Jossi-Silverstein welche Elemente einer proprietären Subjektivität in der bioethischen Debatte zu neuen Reproduktionstechnologien und den dadurch ermöglichten Praktiken (besonders: Eizelltransfer und Leihmutterschaft) ersichtlich werden. Die Analyse vollzieht sich erstens durch eine Erschließung der gängigen Argumentationsstrukturen im bioethischen Diskurs, mit einem Fokus auf den Vor- und Gegenargumenten zu einem proprietären Subjektbegriff. Darauf aufbauend werden die Erkenntnisse in eine kritische Perspektive zu Selbsteigentum und einer begriffshistorischen Rekonstruktion des Begriffes (mit einem Fokus auf John Locke und Immanuel Kant) eingeordnet. Konkret stellt dies die Frage, ob die scheinbar gegenüberliegenden Seiten im Diskurs sich eigentlich eines kompatiblen Subjektbegriffes bedienen, welches implizit oder explizit proprietär ist und die Subjektivierung von Personen mit Reproduktionsfähigkeit eigentlich verwehrt.

 

 

Teilprojekte