Daniel Kunze

Bereits im Bachelorstudium Soziologie mit Nebenfach VWL an der Universität Hamburg hatte ich die Möglichkeit, einen soziologischen Blick auf ökonomische Phänomene zu werfen. Im Masterstudium an der Goethe-Universität Frankfurt konnte ich meine Perspektive durch Einblicke in die Social Studies of Finance erweitern und habe das Studium mit der Arbeit „Michel Callon und die Akteur-Netzwerk Theorie – Zur Genese der wirtschaftssoziologischen Performativitätsforschung“ mit Auszeichnung abgeschlossen. Meine Forschungsinteressen liegen in der Soziologie ökonomischen Denkens, der Akteur-Netzwerk Theorie sowie den Methoden qualitativer Sozialforschung.

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Research Project

Im Rahmen des Teilprojekts „Das Habitat als Pfand - Verschuldetes Eigentum und Finanzialisierung“ möchte ich mich der Frage annähern, wie Wohneigentum durch gegenwärtige Finanzialisierungspraktiken und -instrumente transformiert wird. Ein möglicher Startpunkt besteht in der soziologischen Betrachtung der Hypothek, welche das Wohneigentum – und somit oftmals den persönlichen Lebensraum – in ein finanzielles Pfand übersetzt, um beispielsweise weitere Kreditaufnahmen abzusichern. Durch den anschließenden Prozess der Verbriefung – d.h. die Bündelung, Aufteilung und (Re-)Kombination dieser Hypotheken zum Zweck des Weiterverkaufs – entsteht ein neues Netz von finanziellen Verpflichtungen, Eigentumsverhältnissen und Zugriffsansprüchen, welches im Zentrum meiner Untersuchung stehen soll. Dieses Anliegen soll anhand des ‚Reallabors‘ Madrid entwickelt werden, wo gesellschaftliche Auseinandersetzungen um Zwangsräumungen und Leerstand im Nachgang der Finanz- und Immobilienkrise besonders sichtbar wurden.

Subprojects