Lukas Lachenicht

Im Rahmen meines Bachelorstudiums der Staatswissenschaften an der Universität Erfurt hatte ich das Glück, neben Veranstaltungen der heterodoxen Ökonomik bereits mit genuin soziologischen Zugängen zu ökonomischen Sachverhalten in Berührung zu kommen. Mein Masterstudium der Wirtschafts- & Finanzsoziologie an der Goethe Universität Frankfurt gab mir anschließend die Gelegenheit, meine Begeisterung für soziologische Theorie mit meinem Interesse an aktuellen Debatten der politischen Ökonomie zu verbinden. In besonderem Maße habe ich daher von gesellschaftstheoretisch informierten Zugängen und deren Verknüpfung mit erkenntnistheoretischen Fragestellungen profitiert.

Research Project

Im Rahmen des Teilprojekts „Habitat als Pfand“ spüre ich gegenwärtig der sich wandelnden Bedeutung von Wohnraum im Kontext der Finanzialisierung nach. Im Zentrum dieses Vorhabens steht der herausgehobene Stellenwert des Wohnraums als Pfand in Prozessen die gegenwärtig als „Securitization“ firmieren und deren tendenziell steigende Bedeutung für den (Finanz-)Kapitalismus der Gegenwart erst im Nachgang der Finanzkrise erkannt wurde. Dabei schließt das Projekt an aktuelle Debatten an, die ein besonderes Augenmerk auf die rechtliche Codierung bei der „Schaffung“ beleihbarer Assets legen, fasst diese aber in einem stärker gesellschaftstheoretisch aufgeladenen Sinn als Aushandlung von Verpflichtungen auf. Als wie entscheidend sich Unterschiede innerhalb derartiger Prozesse der Obligation auswirken, soll der detaillierte Vergleich zweier emblematischer Fälle beleuchten. Dazu widme ich mich empirisch dem geradezu zum Inbegriff der Subprime-Krise avancierten Fall Detroits. 

Subprojects